Bergell – alpiner Granit vom Feinsten in der italienischen Schweiz

Juni – September

Von St. Moritz im Engadin fährt man nur noch einige Kilometer bis es über den Malojapass hinab geht und plötzlich eine ganz andere Landschaft beginnt. Diese ist lieblich, weil sich schon durchaus mediterrane Luft vom Lago die Como in Richtung der grünen Wiesen unter dem Malojapass nach Norden schiebt, aber auch wild, weil plötzlich massige Granitberge in den Blick kommen. Unnahbar und gerade deshalb faszinierend wirken die Felsmauern des Bergells und bieten dem Kletterer schon seit Jahrzehnten einen Spielplatz, der seines Gleichen sucht. In unserer Bergellwoche wollen wir euch einerseits keine Klassiker wie die Piz Badile Nordkante vorenthalten, andererseits sollen auch die versteckten Felsjuwelen dieses Gebiets auf der Speisekarte stehen…

Termin:

17. – 23. Juni
22. – 28. Juli
2. – 8. September

(bei geschlossener Gruppe auch Wunschtermin möglich)

Programm:

1. Tag: Treffpunkt um 18.00 Uhr in Vicosoprano (südlich des Malojapasses), Begrüßung, Materialcheck und Programmbesprechung.

2. Tag: Morgendliche Auffahrt per Seilbahn zum Albigna-Stausee. Gleich steht das erste Highlight auf der Tagesordnung: Der Spazzacaldeira Ostgrat (IV.°) mit der Möglichkeit die Felszacken „Dente“ und „Fiamma“ zu erklimmen. Danach gemütlicher Abstieg und kurze Wanderung zur Albignahütte.

3. Tag: Piz Balzet, „Geistführe“ (IV+). Das Gesicht des Albignageists beobachtet einen schon bei der Auffahrt mit der Seilbahn. Als ob dieses Gesicht, das in den Bergeller Granit eingemeiselt scheint, Piz Balzet-Aspiranten schon von Anfang an in Augenschein nehmen würde. Wir lassen uns von diesem mystischen Ambiente aber nicht abschrecken und schnappen uns den nächsten Klassiker des Gebiets. Danach abermals Nächtigung in der Albignahütte.

4. Tag: Ein gemütlicherer Tag steht bevor. Er steht im Zeichen des Wechsels zur Sasc Furä Hütte am Fuße der legendären Piz Badile Nordkante. Trotzdem nehmen wir noch eine kurze Kletterei am Spazzacaldeira mit, denn die liegt sowieso am Weg zurück zur Seilbahn. Dann gemütlicher Aufstieg (2 Std.) zur Sasc Furä Hütte und Kräfte sammeln vor dem langen Tag am Badile.

5. Tag: Früh müssen wir los, um zum Einstieg der Nordkante des Piz Badile (V.°) zu gelangen. Dann folgt die nicht enden wollende Kletterei. Eine rassige Kletterstelle mit atemberaubenden Tiefblicken ins Valle Bondasca reiht sich an die nächste. Auch der Abstieg fordert nochmal volle Konzentration und macht diese Route zu einem Abenteuer. Endlich ist bei Abenddämmerung das Rifugio Gianetti in Sicht.

6. Tag: Nach dem langen Tag am Piz Badile geht’s erst mal ruhiger zur Sache. Aber eine der besten Genuß-Granitklettereien des südlichen Bergells lassen wir uns trotzdem nicht entgehen. Die Punta Torelli mit ihrer Südostkante, dem „Spigolo Mauri“ (V°), soll es heute sein. 400m bester Granit!

7. Tag: Heute wechseln wir zurück auf die Nordseite. Über den Passo Porcelizzo und den Passo Trubinasca geht es in einmaliger Landschaft um den Piz Badile herum zurück zum Ausgangspunkt.

Anforderungen:

Klettern im Nachstieg im V. Grad, Trittsicherheit im weglosen Gelände, gute Kondition für bis zu 10 Std. unterwegs.

Unsere Leistungen:

  • Führung durch staatlich geprüften Bergführer, 1 Person pro Bergführer
  • 5x ÜN/HP in funktionellen Berghütten, 1x ÜN/HP in einem Gasthaus im Tal

Preis:

1435,- € pro Person (bei zwei Teilnehmern)

Ausrüstung:

  • Steigeisenfeste Bergschuhe, Hüftgurt, Kletterschuhe, 1 lange Bandschlinge, 3 Schraubkarabiner, Kletterhelm, multifunktionelles Sicherungs-/Abseilgerät (ATC Guide, Reverso 3, etc.)
  • Gletscherausrüstung: (Leicht-) Steigeisen, leichter Pickel
  • Bekleidung: Funktionelle Berg-/Kletterbekleidung mit guter Beweglichkeit (geringes Gewicht), Mütze, Handschuhe.
  • Stirnlampe, Sonnenbrille, Sonnencreme

Buchungsformular hier:
http://www.mountain-elements.com/anmeldung/reservierung.html